Was für ein Zirkus! Und die Post macht mit

Seit 30 Jahren tourt der Zirkus Chnopf durch die Schweiz. Nebst Akrobatik, Theater und Tanzeinlagen lockt der Zirkus dieses Jahr mit einer Wanderausstellung. Thema: die Energie der Zukunft. Ein Projekt, das auch die Post unterstützt. Weshalb eigentlich?

Baustellen-Feeling: Spektakel des Zirkus Chnopf – hier auf dem Areal der Warmbächlibrache in Bern.

Baustellen-Feeling: Spektakel des Zirkus Chnopf – hier auf dem Areal der Warmbächlibrache in Bern.

 

«Wow!», tönt es vom Publikum, als eine Zirkusartistin mit einem Seil in luftiger Höhe schwingt. Begleitet wird ihre Nummer von sphärischer Musik, die durch das Areal der Warmbächlibrache in Bern hallt. Mehrere Meter über Boden entführt die junge Frau das Publikum in eine andere Welt. Doch sie ist nicht die einzige, die bei warmen Temperaturen ihr Können zeigt. Die Artisten des Zirkus Chnopf wirbeln mit Inlineskates über die Freilichtbühne, machen Saltos auf dem Trampolin und geben Tanzeinlagen zum Besten. Mit vollem Engagement bringen sie Gross und Klein zum Lachen und Staunen.

Alles andere als ein gewöhnlicher Zirkus
Clown, Popcorn und ein klassisches Zirkuszelt – das poppt auf, wenn man an Zirkus denkt. Doch der Zirkus Chnopf bietet weit mehr als das: Statt in einem Zirkuszelt spielt die Artistengruppe unter freiem Himmel. Statt fixen Eintrittspreisen gibt es eine Kollekte. Und statt nur Unterhaltung zu bieten, setzt sich der Zirkus für Umweltbewusstsein und Bildung ein. Mittels der Wanderausstellung «Chnopf uf», die vom Ökozentrum entwickelt wurde, werden vor Ort die wichtigsten alltäglichen energie- und klimarelevanten Themen und Herausforderungen vorgestellt. Auch der Post liegt Nachhaltigkeit am Herzen, weshalb sie die Wanderausstellung unterstützt. «Als grösste Logistikanbieterin der Schweiz haben wir eine unternehmerische Verantwortung. Entsprechend unterstützen wir Engagements, die zu uns passen», sagt Brigitt Hausammann, Teamleiterin Corporate Environmental Responsibility bei der Schweizerischen Post. Dazu gehört auch dieses Projekt, das sich für eine Zukunft mit erneuerbarer Energie einsetzt. «Zudem finden wir es toll, dass Wissen rund um erneuerbare Energie auch der Bevölkerung und insbesondere jungen Leuten vermittelt wird», so Hausammann weiter.

Wanderausstellung «Chnopf uf»: Sie thematisiert die Herausforderungen in Sachen Energie und Klima.

Hot Dog-Maschine: Hier wird Nachhaltigkeit erlebbar gemacht.

Und so sieht die Solaranlage aus, die am Kühlwagen installiert wurde. Das freut David Sieger (links) und Konrad Utzinger.

In luftigen Höhen: Artistin Alda Otter stellt am Seil ihr Können unter Beweis.

previous arrow
next arrow
Slider

Eine Hotdog-Maschine, die Strom vom Elektroauto abzapft
Neben der Wanderausstellung hat das Ökozentrum für den Zirkus Chnopf ein massgeschneidertes technisches Konzept entwickelt, damit er auf den Tourneen seit diesem Jahr nur noch Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energiequellen verbraucht. «Am Beispiel Zirkusdorf möchten wir aufzeigen, wie eine zukunftsfähige Stromversorgung aussehen könnte», sagt Projektleiterin Anne-Catherine Grandchamp. Möglich ist dies dank einer Solaranlage, die einerseits vor Ort auf einem Zirkuswagen installiert wurde und andererseits auf einem externen Dach im Fricktal Strom produziert. Durch die Stromproduktion beider Anlagen ist garantiert, dass der Strom für den kompletten Tourneebetrieb ausreicht. Doch nicht nur das: Am Zirkuswagen, der als Kühlwagen dient, ist zudem ein Speicher angebracht, der aus ausgedienten Postrollerbatterien besteht. Sein Zweck: Er speichert überschüssige Energie und gleicht so Verbrauchsspitzen aus, die beispielsweise während den Aufführungen entstehen (siehe Infobox). «Wir möchten ein Zeichen für eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft setzen sowie eine Vorbildfunktion einnehmen», sagt David Sieger, künstlerischer Leiter des Zirkus Chnopf. Und Konrad Utzinger, Verantwortlicher für die Gesamtleitung des Zirkus, sagt: «Vielleicht wird es uns irgendwann möglich sein, den Zirkus von Aufführungsort zu Aufführungsort ebenfalls mit erneuerbarer Energie zu transportieren.»

Wer die Ausstellung anschaut, lernt und erlebt Spannendes zu klimarelevanten Themen. Oder wissen Sie, wie viel Energie eine Herdplatte benötigt? Und haben Sie schon mal eine Hotdog-Maschine gesehen, die direkt am Strom eines Elektroautos angeschlossen ist? Ein Besuch lohnt sich.

Elektroroller bei der Post: Hätten Sie das gewusst?

  • Seit Januar 2017 besteht die Rollerflotte der Schweizerischen Post nur noch aus elektrisch betriebenen Dreiradfahrzeugen.
  • Die Elektroroller benötigen rund sechsmal weniger Energie als ein Benzinroller. Damit spart die Post jährlich 733 Kilogramm CO2 pro Fahrzeug. Dies entspricht rund 4400 Tonnen CO2 für die gesamte Flotte im Jahr.
  • Nach etwa sieben Betriebsjahren haben die Batterien noch eine Speicherkapazität von etwa 80 Prozent – dies reicht nicht mehr für die Briefzustellung, aber zur Verwendung in einem stationären Stromspeicher. Einen solchen verwendet der Zirkus Chnopf.
  • Auch bei den vierrädrigen Lieferfahrzeugen hat die Post begonnen, diese zu elektrifizieren. So werden bis Ende Jahr bereits rund 150 Stück elektrisch unterwegs sein.

Weitere Informationen zur Nachhaltigkeit bei der Post finden Sie hier.
Weitere Informationen zum Zirkus Chnopf finden Sie hier und zum Ökozentrum hier.

Kategorisiert in: